Zahnradaddierer mit automatischem Übertrag

Die erste Addiermaschine wurde 1642 von dem französischen Mathematiker und Philosophen Blaise Pascal vorgestellt. Sie enthielt einen komplizierten Zahnradmechanismus für den automatischen Übertrag von der kleineren zur größeren Stelle. Dieser funktionierte jedoch nur in einer Richtung. Schon vorher hatte jedoch der deutsche Professor Wilhelm Schickard in seiner "Rechenuhr" einen Mechanismus konstruiert, bei dem der Übertrag so funktionierte, dass man durch Rückwärtsdrehen der Einstellräder auch subtrahieren konnte. Während bei frühen Maschinen die Zahnräder und -kränze häufig in der gleichen Ebene nebeneinander liegen, sind bei späteren Konstruktionen die Addierwerke öfter vertikal auf einer Achse angeordnet. Dadurch liegen die einzelnen Stellen unmittelbar nebeneinander und die Zahlen sind besser ablesbar.


 
Webb Adder
New York
Preis 1889: $6
►L 26
►P 3
Zweischeiben-Addierwerk mit mechanischem Übertrag.
Addiert bis zu dreistellige Zahlen.
Stifteingabe (Hunderter links, Zehner und Einer rechts).
Resultate bis: 4999
Funktionsweise
Konkurrenzmodell  

 
BriCal
British Calculators Ltd.
Stoke Newington, UK
um 1905
SN B 802
Preis 1925: 4£
4s 4d

 
Addierer für britische Währung
Pfund 50..1950 und 0..50, Schilling 0..19, Pence 0..11½
Bedienung mit Elfenbeinstift
Nullstellung durch Ziehen einer rot markierten Sprosse jedes Kranzes bis zum Anschlag.
Es existierten auch dezimale Ausführungen.
Innenleben 
Andere Pfundrechner

 
Golden Gem
Automatic Adding Machine Co. New York
ab 1907
SN 84313
Preis 1925: $15
►G 21
Addition, 7 Stellen
Bedienung mit Stift
Ketten bewegen vertikal angeordnete Zahnräder
Drehknopf für Resultatlöschung
Vergleichbare Maschine für den Eigenbau

 
Hans Sabielnys
Comptator
Schubert & Salzer,
Dresden
ab 1909
SN 2079
Preis 1925: 105 RM
 
Addition, 9 Stellen
Subtraktion über Zehnerkomplement
Bedienung mit Stift
Zahnstangen bewegen Zählwerk
Hebel für Eingabelöschung, arretierbar
Drehknopf für Resultatlöschung
Schnittzeichnung
Anleitung

 
SuN
Seidel&Naumann
Dresden
ab 1910
SN 369
►G 33
Addition, 9 Stellen
Subtraktion über Zehnerkomplement
Bedienung mit Stift
Ketten bewegen Zählwerk
Hebel für Resultatlöschung
Knopf mit Feststeller für Eingabelöschung
Gebrauchanweisung 
Scribola
Ruthardt & Co
Stuttgart
ab 1922
SN 5391
Preis 1925: 250 RM
►G 33
Addition, 10 Stellen
Subtraktion über Zehnerkomplement
Ketten bewegen Zählwerk und Druckwerk
Hebel für Druck, Resultatlöschung und Auskoppeln des Resultatwerks. Resultat muss zum Drucken manuell in Eingabe rückübertragen werden.

 
Stima
Albert Steinmann
Schweiz
ab 1930
SN 11776
Preis 1938: ab 70 SFR

 
Addition, 8 Stellen
Subtraktion über Zehnerkomplement
Bedienung mit Stift
Getrenntes Eingabe- und Resultatwerk
Drucktasten für Eingabelöschung, arretierbar
Resultatlöschung durch Zugknopf
Innenansicht
Gebrauchsanweisung zum Download (ZIP, ca. 2,5 MB)
The Calcumeter
(urspr. The Standard Desk-Calcumeter)
H.N. Morse, Trenton N.J.
ab 1901
SN 31503
Preis: ab 10$
 
Addition, 7 Stellen, sehr leichtgängig.
Löschung erleichtert durch kleine Nullmarkierung auf jeder Einstellscheibe.
Es existierten Modelle von 5 bis 9 Stellen teilweise mit separatem Löschrad. Daneben gab es auch ein Modell für englische Währung.
Innenansicht

 
Lightning Portable
Adding Machine

The Lightning Adding Machine Co., Inc.
Grand Rapids ab 1907
Los Angeles ab 1945
Preis: 3 $
►G 27
Addition 7 Stellen
Eingabe mit Stift 
Subtraktion über Zehnerkomplement
Übertrag nur vorwärts
Schieber für Löschung
Vorgänger 

 
Conto Modell C
Carl Landolt & Co
Thalwil bei Zürich
ab 1912
SN 1439
Preis 1920: 250 SFr
Addition, 8 Stellen
Eingabe mit Fingern über leicht gängige Hebel
Der Inhalt des Eingaberegisters (untere Schaulöcher) wird über den kleinen Schieber am oberen Rand ins Resultatregister (obere Schaulöcher) übertragen
Resultatregister löschbar über den kleinen Hebel.
Große Abbildung und Modell A
 
  Addier-Maschine "Baum"
Michel Baum, München
(Daemen-Schmidt, Zürich)
ab 1913
SN 490
Preis: 75 Mark
Addition 7 Stellen
Eingabe mit Stift
Subtraktion über Zehnerkomplement (Overlay)
Eingabekontrollregister, löschbar durch Knopfdruck,
Gesamtlöschung über Schieber
Große Abbildung  Anleitung

 
Addometer
Reliable Typewriter
& Adding Machine Co
Chicago, ab 1920
oben: dezimal
unten: Zoll-Ausführung
►G 3 
 
Addition, Subtraktion
8 Stellen dezimal oder alternativ 6 Stellen dezimal + eine Stelle für Zoll (12er-Teilung) + eine Stelle für Achtelzoll
Eingabe mit Stift, Schieber für Löschung
Übertrag vor- und rückwärts
 
Dial-A-Matic
Automatic Adding Machine

(auch add-it)
Sterling USA
50-er Jahre
 
Addition und Subtraktion 6 Stellen
Eingabe mit Stift
Übertrag vor- und rückwärts
Eingabe mit Stift
Löschhebel
Variante
KES-ADD
Pocket Adder
Hart-Vance Company
USA, ca. 1960
$ 1,98 $
Addition und Subtraktion 6 Stellen
Eingabe mit Stift
Übertrag vor- und rückwärts
Eingabe mit Stift

 
Wolverine
Adding Machine

Blechspielzeug
USA
ca. 1940
Addition
4 Stellen
automatischer Übertrag
Eingabe mit Fingern
keine Resultatlöschung
Innenleben
Addi 7
Holzapfel & Co. (Lipsia),
Leipzig, ab 1930
links: Normalausführung
SN 35020
Preis 1933: 85 RM
rechts: mit Druckwerk
SN 12449
Preis 1933: 170 RM
 
Addition, Subtraktion 7 Stellen
Einstellhebel mit Einstellregister (Fensterreihe) wirken direkt aufs Resultatwerk, Löschung durch Tastendruck
Subtraktion durch Auskoppeln des Resultatwerks beim Einstellen und Einkoppeln beim Rückstellen
Löschung Resultatregister durch Kurbel
Näheres
wpe1.jpg (4287 Byte)
 
Summira 7
Paul G. Müller
Bonn, 1954
SN 56831
Preis: 96 DM
Addition, Subtraktion 7 Stellen
Fingerbedienung
feststellbare Taste für Eingabelöschung
Kurbel für Resultatlöschung
Auch druckende Ausführung lieferbar
Schnellrechner
(auch Swift Handy Calculator oder Addipresto)
Hongkong 1960-1975

Nachbau der der Adietta
Sergio Lanza
Italien 1953
Addition
Subtraktion über aufgedruckte Neunerkomplementziffern
7-stellig
Eingabe mit Stift über Zahnräder
Resultatlöschung mit Federantrieb