Schweizerische und deutsche Rechenwalzen

Rechenwalzen wurden in Europa vor allem unter den Marken Loga und National in der Schweiz und von den Firmen Tröger und Nestler in Deutschland produziert. Die Gesamt-Skalenlängen reichten von 1,20 m bis 24 m. Wie die ältere Thacher arbeiten diese Walzen mit Abschnittsskalen. Anders als bei der Thacher wird jedoch nicht der Zylinder im Skalengitter, sondern eine Manschette mit dem Skalengitter auf dem Zylinder verschoben. Das Skalengitter, auf dem die Skala nur einmal vorhanden ist, braucht dabei nur halb so breit zu sein wie der Zylinder, auf dem die Skala mit jeweils um die Hälfte versetzten Abschnitten aufgetragen ist.

Die Maschinen sind mit nur einer Skala auf jedem Streifen, mit großen Bereichsgrenzenanzeigern am Rand und teilweise mehrfarbiger Beschriftung in erster Linie für die Multiplikation optimiert. Die kleinen Knöpfe dienen zum Auffinden des Skalenanfangs, als Drehhilfe und teilweise auch zum Feststellen der leichtgängigen Manschette, wenn bei fest eingestelltem Verhältnis mehrere Wertepaare abgelesen sollen, etwa bei Währungsumrechnungen. Eine zusätzliche Quadratskala wie bei der Thacher gibt es bei diesen Modellen nicht, allerdings existieren spezielle Modelle zum Rechnen mit englischer Währung.

Nestler

Loga



Rechenzylinder von Loga wurden oft im Devisenverkehr benutzt. Links eine Hilfstabelle, ähnlich aufgbaut wie die Zylinderskalen, bei der eine logarithmische Skala einer inversen Skala gegenübersteht. So konnte rasch zu einem gegebenen Umrechnungskurs oder Tauschbetrag der entsprechende Kurs oder Tauschbetrag bestimmt werden. Rechts eine Seite aus einer Gebrauchsanweiseung, auf der zwei Devisenhändler mit ihrem Werkzeug zu sehen sind: Tlefon und Rechenzylinder.

Tröger


Gevorit

Rechenwerkzeug.de