Andere Vierspeziesrechner

Vierspeziesmaschinen sind Rechner, die für Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division einsetzbar sind. Dieses Kriterium gilt schon für Kombigeräte wie die Schickard-Maschine und ähnliche Kombinationen. Allerdings gibt es bei diesen Geräten jeweils einen Systembruch zwischen Addition/Subtraktion und Multiplikation/Division. Bei einer wirklichen Vierspezies"maschine" bleiben die beteiligten Zahlen zwischen Eingabe und Ausgabe in der Mechanik. Die Ziffern 0 bis 9 werden bei solchen Maschinen meist als Staffelwalzen oder Sprossenräder (siehe spezielle Übersichten) abgebildet. Daneben gab es aber auch andere Konstruktionsprinzipien, etwa SchaltklinkenProportionalhebel, Stellsegmente und Abwandlungen. All diesen Funktionsprinzipien gemeinsam ist, dass sie die Multiplikation als fortgesetzte Addition mit Stellenverschiebung ausführen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gab es aber auch Maschinen mit direkter Multiplikation über einen Multiplikationskörper, bei der für jede Stelle des zweiten Faktors einer Multiplikation nur noch eine einzige Kurbeldrehung erforderlich war. Eine umfassende Klassifizierung mechanischer Rechenmaschinen findet sich in Form mehrerer Downloads im Rechnerlexikon.
 

Mercedes Euklid
Modell 29
Mercedes-Werk,
Zella Mehlis
1934 - 1956
G 29
Vierspezies, vollautomatische Division
9x6x12 Stellen
Proportionalhebel
Eingabe über Volltastatur
Handkurbel
Maschinen von Christel Hamann
Hamann Elma
DeTeWe, Berlin
ab 1934
SN 3892
G 22-24
 
Vierspezies, vollautomatische Division
9x8x13 Stellen
Schaltklinken
Schiebereinstellung
Motor- oder Handbetrieb
DeTeWe-Hamann-Sortiment 
Anleitung (ZIP ca.650 KB)
 
Marchant XL
Marchant Calculating Machine Co.
Oakland, USA
ab 1924
SN 93698
Preis 1925: 350 $
 
Vierspezies
9x9x18 Stellen
Stellsegmente
Schiebereinstellung
Kurbelbetrieb
Andere Stellsegmentmaschinen 
Näheres bei PH Ludwigsburg
Produx Multator II
Otto Meuter & Sohn Hamburg
ca. 1955
SN 18978
Preis 1967: 298 DM
Addition und Multiplikation
Subtraktion und Division über Komplement
Rückübertragung vom Resultatwerk ins Einstellwerk
10x5x10 Stellen
Stellsegmente
Schiebereinstellung
Kurbelbetrieb
Näheres Gebrauchsanweisung
Millionär
Otto Steiger / Hans Egli
Zürich
1895 - 1935
Preis 1914: 1300 Franken
SN 803,  ca. 1905
8x8x16 Stellen
Vierspezies: Addition, Subtraktion, sehr schnelle Multiplikation und umständliche Division..
Mit den Schiebern wird  der 1. Faktor eingestellt,
dann nacheinander mit dem Hebel links jede Stelle des 2. Faktors eingestellt und rechts einmal gedreht.
Die Maschine rückt automatisch zur nächsten Stelle vor.
Anleitung   Stephan Weiss  John Wolff 
 

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